In den Medien und der Politik ist aktuell Digitalisierung ein sehr beliebtes Schlagwort. Aber was ist Digitalisierung? Welche Schritte können Sie setzen? Und was bringt Ihrem Unternehmen? In diesem Artikel helfen wir Ihnen, die Konzepte der Digitalisierung besser zu verstehen.

Lesezeit: 5 Minuten

Was versteht man unter Digitalisierung?

Digitalisierung ist ein Sammelbegriff, der Maßnahmen zum Übergang von analogen zu digitalen Methoden umfasst. Wenn Sie also bisher über regulären Briefverkehr kommuniziert haben, und diese Kommunikation auf E-Mails umstellen, haben Sie bereits einen kleinen Beitrag zur Digitalisierung Ihres Unternehmens geleistet. Allerdings hängen bereits an dieser kleinen Umstellungen mehrere zusätzliche Optimierungs-Potenziale. Beispielsweise bieten die meisten E-Mail Anbieter die Möglichkeit, vorgefertigte automatische Antworten zu verfassen. Im Gegensatz zum klassischen Brief- und Telefonverkehr kann man damit Kunden und Partner direkt darüber informieren, wer als Ersatz bereitsteht und wann der/die Angestellte wieder verfügbar ist. Allerdings birgt Digitalisierung selbst bei so einfachen Beispielen auch zusätzliche Gefahren, die beachtet werden müssen. Unter anderem müssen Sie sicherstellen, dass Ihr E-Mail-Anbieter auch tatsächlich im Rahmen der DSGVO agiert, weil Sie mit personenbezogenen Daten arbeiten. Wenn Sie alle diese Aspekte abdecken wollen, macht es Sinn, Prozesse zu entwickeln, die die ideale Vorgehensweise darstellen.

Sie sehen also: Selbst etwas so simples wie die Verwendung von E-Mails statt herkömlichem Briefverkehr bringt immense Potenziale, aber auch Risiken.

Welche Möglichkeiten zur Digitalisierung habe ich?

Grundsätzlich kann man mit entsprechendem Aufwand annähernd alle betriebsinternen Prozesse digitalisieren. Natürlich ist nicht für jedes Unternehmen derselbe Digitalisierungsgrad nötig beziehungsweise sinnvoll. Wenn Sie beispielsweise ein kleines Tischler-Unternehmen führen, werden Sie nur schwer die selben Potenziale nutzen können wie Microsoft oder Apple. Nachfolgend zeigen wir ein paar Beispiele für sinnvolle Maßnahmen.

 

Produkte und Dienstleistungen, die Ihnen mittels Digitalisierung helfen

Täglich müssen Sie zahlreiche Dinge erledigen, die Ihnen Zeit kosten und keinen Gewinn bringen. Wenn Sie Digitalisierung geschickt einsetzen, können Sie einige dieser Aufgaben abkürzen, und manche sogar komplett übertragen.  Zum Beispiel könnten Ihnen intelligente Steckdosen und Glühbirnen dabei helfen Strom zu sparen. Zusätzlich können Sie Systeme dann starten, wenn Sie sie benötigen, ohne an Ort und Stelle zu sein.  Ein weiteres Beispiel aus dieser Rubrik ist Augmented Reality: Einige moderne Unternehmen müssen für Wartungen in den meisten Fällen nicht mehr direkt zum Kunden, weil sie Ihren Kunden die nächsten Arbeitsschritte direkt Schritt für Schritt einblenden können.

Digitalisierung - Produkte und Dienstleistungen

Digitalisierung – Produkte und Dienstleistungen

Digitalisierungstrends für Produkte und Dienstleistungen:

  • Der Kunde hilft mit
  • Smart Houses
  • Urban Farming
  • Ambient Assisted Living
  • Wireless
  • Augmented Reality
  • Wearables
  • Shy-Tech

Kundenbeziehungen in die digitale Welt bringen

Führen Sie ein Handelsunternehmen? In diesem Falle könnte Ihnen ein Online-Shop helfen, Ihren Kundenkreis zu erweitern. Aber selbst wenn Sie bereits einen Onlineshop führen, werden immer wieder neue Technologien entwickelt, die Verbesserungsmöglichkeiten bieten. Beispielsweise bietet der Onlineshop des Malerbetriebs und Farbenfachhandels Tuller (https://www.farben-onlineshop.at/) die Möglichkeit, sich die genauen Farben zu gewissen Produkten vorab ansehen.

Aber auch für nicht-Handelsunternehmen bietet Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten zur Verbesserung. Beispielsweise können automatische Antwort-Bots so konfiguriert werden, dass Kunden mit Supportanfragen automatisch über das jeweilige Problem befragt werden. Dadurch können diese bereits vor dem ersten Kontakt automatisch zur korrekten Stelle weitergeleitet werden. Im Idealfall kann dieser Bot Standard-Anfragen sogar selbst beantworten.

Auch eine starke Präsenz auf Social Media Kanälen (Facebook, Twitter, Instagram) kann Ihnen bei der Kundenbindung helfen. Zum einen weil ein stark frequentierter Social Media-Kanal eine vergleichsweise kostengünstige Werbung ist. Zum anderen weil Sie dadurch mehr und direkteren Kundenkontakt generieren können. Auf diese Weise erfahren Sie, diese sich wünschen, was ihnen nicht gefällt und welche angebotenen Produkte die Kunden eigentlich gar nicht brauchen würden.

Digitalisierung - Kundenbeziehung und Marketing

Digitalisierung – Kundenbeziehung und Marketing

Digitalisierungstrends für Kundenbeziehung und Marketing:

  • Customer Journey
  • Testimonials
  • Digitalisierung am POS
  • Digitale Präsenz
  • Social Media
  • CRM-Systeme
  • Glaubwürdigkeit und Reputation
  • Webshop
  • Generation 50+
  • Multi-Channel, Omni-Channel

Digitalisierte Abläufe und Prozesse

Ein Beispiel aus dieser Rubrik haben wir bereits erwähnt (E-Mails). Aber die Möglichkeiten zur Digitalisierung gehen noch viel weiter. Unter anderem bietet E-Banking ein immenses Potenzial zum Einsparen von Zeit. Wenn Sie E-Banking einsetzen, können Sie Ihre Überweisungen in wenigen Minuten erledigen, anstatt regelmäßig zur Bank und wieder zurück gehen zu müssen. Auch bei der Auftragsvergabe können Sie sich mittlerweile vollkommen auf digitale Kommunikation verlassen. Die Republik hat dies erkannt und bietet in gewissen Bereichen nur noch elektronische Auftragsvergabe-Verfahren verwendet.

Digitalisierung - Abläufe und Prozesse

Digitalisierung – Abläufe und Prozesse

Digitalisierungstrends für Abläufe und Prozesse

  • Digitale Währung, Kryptowährungen
  • Enterprise 4.0
  • E-Rechnung
  • E-Procurement
  • Datenschutz & Co.
  • Tracking & Tracing
  • Dokumenten-Management
  • Die letzte Meile
  • E-Banking & Mobile Payment
  • Rapid Prototyping
  • Digitale Signatur

Kann Ihr Geschäftsmodell auf die digitale Welt erweitert werden?

Zahlreiche (heute) große Firmen haben gezeigt, dass man mit einem auf Digitalisierung ausgelegten Geschäftsmodell und einer entsprechenden Wertschöpfungskette sehr erfolgreich sein kann. So besitzt Uber, eines der größten Unternehmen zur Personenbeförderung, kein eigenes Auto. Die größten Essens-Lieferanten Österreichs (beispielsweise mjam.at) produzieren keine Speisen und liefern diese auch nicht aus. Und das größte Portal für Videos (Youtube) generiert selbst kaum Inhalte. In diesem Bereich sind allein Ihre Fantasie und die Bedürfnisse der Kunden die Grenze des Möglichen.

Digitalisierung - Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette

Digitalisierung – Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette

Digitalisierungstrends für Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette:

  • 3D-Druck und additive Fertigung
  • Design Thinking
  • Daten als Ressource
  • Dienstleistungsinnovation
  • Open Innovation
  • Industrie 4.0
  • Sharing Economy
  • Collaborative Tools
  • Business Model Innovation

Der „digitalisierte“ Mitarbeiter

Von der Rekrutierung bis zur Mitarbeiterführung und Weiterbildung ermöglicht Digitalisierung zahlreiche neue Wege der effizienteren Arbeitsgestaltung. Beispielsweise können Sie Stellenausschreibungen mittels eines Online-Formulars durchführen, wodurch nicht nur Papier gespart, sondern auch der Vergleich zwischen Bewerbern und die Markierung wichtiger Inhalte erleichtert wird.

Sobald Sie Ihre Mitarbeiter einmal im Unternehmen integriert haben, können Sie mit der Hilfe digitaler Systeme auch wesentlich einfacher den Überblick über aktuelle Tätigkeiten behalten. Zum Beispiel bieten manche Kommunikationssysteme (wie Slack) Erweiterungen, die kurze kleinere Meetings ersetzen können. Mithilfe dieser Systeme kann man ein „digitales Standup-Meeting“ erstellen, in denen alle Mitarbeiter regelmäßig (beispielsweise 1x pro Tag, 1x pro Woche) automatisch befragt werden, wie der Stand des aktuellen Projektes ist, und was sie benötigen um weiterzumachen.

Dabei sind diese beiden Beispiele sind noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten. Durch mittlerweile flächendeckend zuverlässige Internetverbindungen haben einige Unternehmen die Möglichkeit, Arbeitsplätze an den Wohnort der Angestellten auszulagern. Dieses Vorgehen wird als Teleworking bezeichnet. Auch die Weiterbildung hat sich entwickelt. Wenn Sie Ihre Angestellten fortbilden wollen, müssen diese nicht mehr unbedingt direkt zu einer Schulung fahren, weil zahlreiche Institute Online-Kurse anbieten.

Digitalisierung - Mitarbeiter und Unternehmenskultur

Digitalisierung – Mitarbeiter und Unternehmenskultur

Digitalisierungstrends für Mitarbeiter und Unternehmenskultur:

  • Aus- und Weiterbildung
  • Generation 60+
  • E-Recruiting
  • Die flache Organisation
  • Digital Leadership
  • Generation Z
  • Künstliche Mitarbeiter
  • Mobile Working

Fazit

Digitalisierung ist nicht nur ein Schlagwort. Wenn Sie Prozesse in Ihrem Unternehmen digitalisieren, können Sie Zeit und Geld sparen, oder Ihre Einnahmen steigern. Dabei sind viele Maßnahmen weder außergewöhnlich teuer, noch außergewöhnlich aufwendig, sondern benötigen lediglich den Willen zur Veränderung. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, um Ihr Unternehmen für die digitale Welt vorzubereiten.

Tipp: Sehen Sie sich die KMU Digital Förderung zur Potentialanalyse sowie Schwerpunktberatung an. Erste Informationen zur Förderung haben wir für Sie auf unserer Website zusammengefasst.

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Certified eCommerce & Social Media Consultant für KMU Digital Schwerpunkt Beratung E-Commerce & Social Media

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